Einwanderungsbestimmungen für Paraguay und Uruguay im Vergleich

Einwanderungsbestimmungen für Paraguay und Uruguay im Vergleich

Paraguayischer Personalausweis
Cedula de Identidat, der paraguayische Personalausweis

Fangen wir mal bei Uruguay an:
Nichts bleibt, wie es war! Das gilt auch für die uruguayischen Einwanderungsbestimmungen. Man kann hier zwar immer noch relativ problemlos eine Daueraufenthaltsgenehmigung bekommen. Dennoch ist es eine Tatsache, daß in den letzten Jahren die Schraube etwas angezogen wurde.

Der Knackpunkt ist fast immer der Einkommensnachweis bzw. was als solcher anerkannt wird. Früher reichte noch eine schlichte eidesstattliche Erklärung, die vor einem Notar abgegeben werden mußte. Dann wurde lange Zeit Immobilienbesitz in Uruguay für den Einkommensnachweis anerkannt (zusätzlich zu den anderen Möglichkeiten. Das war für viele Leute der Königsweg. Die meisten Einwanderer wollen sowieso eine Immobilie erwerben. Man kaufte also ein Haus oder was auch immer und hatte damit auch das Problem mit dem Einkommensnachweis gelöst.
Als diese Möglichkeit dann gestrichen wurde, blieb für viele als relativ einfache Lösung die eines Arbeitsvertrages mit einer im Ausland (d.h. außerhalb Uruguays) ansässigen Firma. Das war vor allem für Leute interessant und gangbar, die ihr Geld über das Internet verdienen. Die hatten entweder einen solchen Arbeitsvertrag oder konnten einen „besorgen“.
Dieses Jahr wurde auch diese Möglichkeit abgeschafft. Jetzt muß, wer in Uruguay sein Geld mit Arbeit verdient, dies für eine uruguayische Firma tun, entweder als Angestellter oder als Firmeninhaber bzw. Teilhaber.
Das heißt: Man muß seine Einkünfte auch hier versteuern. Freiberufler bzw. Selbständige, die alleine arbeiten, müssen nun zumindest eine Einmannfirma gründen. Konstrukte wie „ich arbeite für eine Firma im Ausland und erziele mein Einkommen im Ausland“ sind damit endgültig hinfällig.
Und weil wir gerade dabei sind: Auch Mieteinnahmen muß man jetzt konsequenter nachweisen, und zwar mit einem Grundbuchauszug, aus dem hervorgeht, daß man die vermietete Immobilie besitzt, plus einem gültigen Mietvertrag und/oder Kontoauszugen, aus denen die Mieteinnahmen ersichtlich sind.

Was wird von den uruguayischen Behörden anerkannt?
Sie können Millionen in harten Währungen auf diversen Bankkonten deponiert haben, Beteiligungen an Dutzenden von Aktienfonds besitzen und an einem sicheren Ort Edelmetalle und Diamanten stapeln. All das interessiert die uruguayische Einwanderungsbehörde nicht.
Was hier von den Behörden als Nachweis eines gesicherten Einkommens anerkannt wird, sind nur ganz wenige und klar definierte Dinge.
Für die Ausstellung eines notariellen Einkommensnachweises werden in Uruguay anerkannt:
* Mieteinnahmen aus in und ausländischen Immobilien
* Renten, Pensionen und Unterhaltszahlungen
* Arbeitsverträge mit uruguayischen Unternehmen oder Institutionen
* Einkünfte aus Besitz oder Teilhaberschaft einer uruguayischen oder ausländischen Firma. Im Falle einer uruguayischen Firma kann diese auch neu gegründet worden sein.

500,- USD pro Monat und Antrag reichen dabei aus. D.h. wenn z.B. die Mitglieder einer vierköpfigen Familie ihre Daueraufenthaltsgenehmigungen für Uruguay gemeinsam beantragen, müssen ebenfalls nur Einkünfte von durchschnittlich 500,- USD -oder mehr- pro Monat nachgewiesen werden, genau wie im Falle einer Einzelperson.
Wenn Sie als Angestellter einer uruguayischen Firma figurieren, reicht der uruguayische Mindestlohn.
Diesbezügliche Nachweise (Grundbuchauszüge, Miet- bzw. Pachtverträge, Rentenbescheide, Unterhaltsbescheide, Arbeitsverträge, Gesellschaftsverträge etc.) müssen mitgeführt werden und sollten nach Möglichkeigt etwa durch entsprechende Kontoauszüge, gedruckt oder online, untermauert werden können.
Die Unterlagen über Ihre Einkünfte müssen einem uruguayischen Notar zur Prüfung vorgelegt werden, der dann ein notarielles Zertifikat zur Vorlage bei der Einwanderungsbehörde ausstellt.
Gehälter, die Sie in Deutschland oder anderswo im Ausland bezogen haben, sind leider hier wertlos, ebenso wie künftig zu erwartende Einnahmen.
Einkünfte aus informellen Tätigkeiten werden generell nicht anerkannt. Auch Immobilienbesitz, Bankguthaben, Aktienbesitz, Wertpapierdepots, Lebensversicherungen etc. werden hier nicht als ausreichende Sicherheiten akzeptiert, wie schon in der Einleitung angedeutet.
Akkreditierte Diplomaten bzw. Botschaftsangehörige, Bedienstete ausländischer oder internationaler Organisationen oder Stiftungen, Lehrer ausländischer Schulen u.ä. benötigen keine Einkommensnachweise, ebensowenig deren Familienangehörige.

Auch soll es in Uruguay keine guten „Einwanderungshelfer“ geben.
Diese Berufsgruppe ist selbsternannt, sprich es gibt kein definiertes Berufsbild, keine Ausbildung und keine Richtlinien für Preise und Honorare.

Nun zu Paraguay:
Der Rest des Papierkram unterscheidet sich nicht wesentlich. Gute Einwanderungshelfer erletigen alles für 1000Euro (Stand 2011), dabei sind sämtliche Kosten (Behörten, Ärzte) eingeschlossen.
Der Knackpunkt Einkommensnachweis ist hier einfach:
Immobilienbesitz in Paraguay oder ein Bankkonto in Paraguay im Wert von 5000 Dollar reichen aus. Wer das sich nicht leisten kann, sollte nach meiner Meinung daheim bleiben.
Zu den Steuervorteilen in Paraguay siehe:

6 Gedanken zu „Einwanderungsbestimmungen für Paraguay und Uruguay im Vergleich

  • 06/08/2011 um 1:44 pm
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    .hola estimados……….ich wundere mich immer und immer wieder wie mit einer ,,dummen akribischen,, art und weise speziell von deutschen über ein land kommentare abgeben werden die schon wirklich voll deutsch und dumm daneben sind,was denken sich eigendlich diese leute? glauben die im ernst das man auf sie in uruguay wartet und sie braucht mit ihrem dummen gelaber und klug-gekacke? .viele haben es schon nicht in deutschland gepackt und denken nun südamerica braucht solche looser made from germay?? por favor !!!!!!!!!!! yo deseo a todos un bonito dias ,saludos y estamos wolfgang

    • 08/08/2011 um 12:13 am
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      Ich habe schon oft geschrieben, wann man besser nicht nach Paraguay einwandern sollte, gleiches trifft natürlich auch auf Uruguay zu. Andere Länder sind in Südamerika oft noch viel schwieriger, was die Einwanderung betrifft.

  • 22/01/2012 um 8:59 am
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    hallo wolfgang betrift auswandern melde dich mal gruss thomas

  • 23/04/2012 um 2:24 pm
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